Eigenschaften von Nanowerkstoffen
Mechanische Eigenschaften
Der hohe Anteil von Korngrenzen in Nanowerkstoffen erlaubt ein hohes Ausmaß von Korngrenzengleiten. Das verleiht Nanowerkstoffen eine
besonders hohe Plastizität.
Katalytische Eigenschaften
Wegen Ihrer großen Oberfläche zeigen Nanoteilchen aus Übergangsmetalloxides besonders interessant katalytische Eigenschaften. Diese
katalytische Eigenschaften sind deutlich verstärkt und selektiver, wenn man diese Oxidteilchen mit Clustern aus Gold oder Platin
dekoriert.
Magnetische Eigenschaften
Bei magnetischen Nanoteilchen kann magnetische Anisotropieenergie so weit reduziert werden, daß die Orientierung der Magnetisierung
thermisch fluktuiert. Solche superparamagnetischen Teilchen zeichnen sich durch verschwindende Remanenz und Koerzitivkraft aus. Berühren
sich superparamagnetische Teilchen, verschwindet der Superparamagnetismus durch Wechselwirkung. Daher dürfen superparamagnetische
Teilchen einen Mindestabstand nicht unterschreiten. Die Kombination superparamagnetischer Teilchen mit solchen hoher Anisotropieenergie
führt zu einer neuen Klasse von permanentmagnetischen Werkstoffen.
Optische Eigenschaften
Verteilt man keramische Nanoteilchen in einer Polymermatrix, so kann man deren Brechungsindex fein justieren. Weiters kann man so auch
Werkstoffe mit nichtlinearen optischen Eigenschaften herstellen. Manche Nanoteilchen, wie Gold oder CdSe werden zur Färbung von Gläsern
eingesetzt. Halbleitende Nanoteilchen sowie einige Oxid/Polymer Nanocomposites zeigen starke Fluoreszenz. Die Emissionswellenlänge
solcher Werkstoffe zeigt mit abnehmender Teilchengröße eine Blauverschiebung.
Für weitergehende Informationen besuchen Sie unseren Intensivkurs Nanowerkstoffe.
|
|